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by Uli (22.09.2003)

“Paddy? Schalt ganz schnell den Fernseher ein, da kommt was über dich und Gerard. Irgendwas von einem Tagebuch!“ Das Telefongespräch war kurz, sehr kurz, Angelo wollte seinem Bruder nur mitteilen, was er gerade zufällig im TV gesehen hatte. Mit schmierigem Lächeln, das geradezu perfekt zu seinen mühsam in Form gebrachten, ölig glänzenden Haaren passte, kündigte der Moderator den heutigen „Sensationsbericht“ an. „Sie wurden geliebt und gehasst, sie spalteten die Nation! Die Kelly Family, von vielen als Idole verehrt und von mindestens genauso vielen als lebende Altkleidersammlung verschrieen, war jahrelang eines der Zugpferde in Deutschland. Klein fingen sie an, in Fußgängerzonen haben sie gespielt, in ihrem alten Doppeldeckerbus reisten sie quer durch Deutschland und Europa und schon bald hatten sie eine große Fangemeinde und füllten ganze Stadien. Dann wurde es ruhiger um sie und heute hört man kaum noch etwas von der singenden Großfamilie, die meisten von ihnen haben ihre eigene Familie und nur noch selten stehen sie gemeinsam auf der Bühne. Nur einer von ihnen hat immer noch genauso viele Fans wie damals, Paddy Kelly, der Liebling der Fans, der vor einigen Jahren eine Solo-Karriere gestartet hat und damit den Familienclan gesprengt hat. Sein Ausstieg war es, der den großen Erfolg der Kelly Family endgültig beendete. Auch heute noch stehen die Mädchen zu Scharen vor den Hallen, in denen er mit unbekannten Musikern Konzerte gibt, auch heute noch kann er sich vor Liebesbriefen und Heiratsanträgen von aufdringlichen Fans kaum retten. Sein Charisma ist einzigartig, er schafft es mühelos, Musik und tiefen religiösen Glauben unter einen Hut zu bringen.“

Der Moderator holte tief Luft, bevor er weitersprach. „Und nun wurde der Redaktion von „Private Ermittlungen – wir sagen Ihnen die schonungslose Wahrheit“ ein brisantes Dokument zugespielt, der ehemalige Leibwächter von Paddy Kelly, der namentlich nicht genannt werden will, hat uns ein sehr ehrliches, sehr persönliches Tagebuch verkauft, aus Geldmangel, wie er sagt. In diesem kleinen Buch hat er die Zeit dokumentiert, in der er als Paddy Kellys Leibwächter arbeitete, und ich kann Ihnen versichern: Sie werden erschüttert sein von dem, was ich Ihnen persönlich vorlesen werde, Sie werden Einblick gewinnen in eine ganz andere Welt, Sie werden das wahre Gesicht des Paddy Kelly kennen lernen. Bleiben Sie dran, in wenigen Minuten werde ich die ersten Kapitel des Tagebuchs vorlesen!“ Spätestens jetzt wurden unzählige e-mails verschickt, unzählige Telefonate getätigt von den Fans, die nach wie vor jedes Detail aus Paddy Kellys Leben gierig in sich aufsaugten. Nach der Werbepause hatte sich die Einschaltquote mehr als verdoppelt und der schmierige Moderator lächelte zufrieden in die Kamera, bevor er mit lauter Stimme zu lesen begann:

„Heute hat Dan Kelly mich angerufen, ich habe keine Ahnung, wie er mich gefunden hat, haben wir uns doch schon so lange nicht mehr gesehen, aber es ist mir auch egal, denn er hat mir einen Job angeboten, der mit viel Geld bringen wird und ich kann es brauchen im Moment, sehr sogar. Er macht sich große Sorgen um seinen fünfzehnjährigen Sohn Paddy, er hat Angst, dass der Junge dem Druck, der auf ihm lastet, seit die Kellys berühmt sind, nicht standhält, dass er daran kaputt geht. Paddy! Als ich ihn das letzte Mal sah, war er ein kleiner Junge, ein sehr hübscher kleiner Junge, und wenn er sich so entwickelt hat, wie ich es mir vorstelle, ist es kein Wunder, dass sich die Mädchen um ihn reißen. Und nun soll ich auf ihn aufpassen, seinen Bodyguard soll ich spielen. Kein Problem! Dan Kelly hat viel für mich getan und ich bin gerne bereit, ihm einen Gefallen zu tun, zumal er mich mehr als fürstlich dafür bezahlen will.“

Jeden Abend las der Moderator ein Kapitel aus dem Tagebuch vor und jeden Abend saßen Tausende junger Mädchen und Frauen gebannt vor dem Fernseher und warteten gebannt auf die Sensation, die er schmierige Moderator ihnen angekündigt hatte.

„Mein Gott, ist der Junge groß geworden. Und ich habe mich nicht getäuscht, er sieht fast noch besser aus als ich es erwartet hätte. Er hat das Gesicht eines Engels und wer könnte seinem Lächeln widerstehen? Ja, es ist mehr als verständlich, dass die Mädchen auf ihn fliegen, dabei ist er so unschuldig wie ein junges Reh, er hat die Naivität eines kleinen Kindes. Auf die große Liebe will er warten, hat er mir heute erzählt, er versteht es gar nicht, warum die Mädchen ihn so anhimmeln. Er will nur Musik machen, seine Lieder schreiben, auf der Bühne stehen, das ist sein Leben und sein Glück. Mit großen Augen hat er mich angeschaut und mich gefragt, ob das falsch ist, und sein Blick war so intensiv, dass ich keine Antwort fand, dass ich ihn nur anschauen konnte, und das Gefühl, das er in mir auslöste, machte mir Angst. Dan Kelly hat keine Ahnung, dass ich schwul bin, und ich werde es ihm auch nicht sagen, ich kann es ihm nicht sagen, sonst würde er mir sicher nicht länger diesen Jungen anvertrauen, dessen Ausstrahlung so stark, geradezu magisch ist. Ich werde mich wehren gegen meine Gefühle, aber ich bin mir nicht sicher, wie lange ich das kann.“

Nachdem der Moderator diese Passage aus dem Tagebuch vorgelesen hatte, ging ein Aufschrei durchs Internet. Paddys Leibwächter war schwul? So viele Freundinnen waren ihm angedichtet worden, aber Paddy hatte immer behauptet, er sei solo, er hätte gar keine Zeit für eine Freundin. War das womöglich alles nur eine Lüge, hatte er womöglich ein Verhältnis mit seinem Bodyguard? Die Einschaltquoten schnellten mit jedem Tag mehr in die Höhe, Paddys Fans verschlangen das Tagebuch seines Leibwächters, der so viel von ihm wusste, ihn so gut kannte. Und so las der schmierige Moderator jeden Tag ein weiteres Kapitel vor und kündigte dann die Sensation an: „Morgen, meine Damen und Herren, morgen werden Sie erfahren, warum der Leibwächter von Paddy Kelly wirklich von einem Tag auf den anderen verschwunden ist, sie werden Zeuge dessen, was wirklich passiert ist, und sie dürfen sich auf eine ganz besondere Überraschung gefasst machen: Paddy Kelly persönlich wird hier sein und wird Stellung zu dem Tagebuch seines Leibwächters nehmen, er wird mir und Ihnen erzählen, wie viel Wahrheit in diesem Tagebuch steckt. Schalten Sie also auch morgen wieder ein, wenn wir das Geheimnis lüften!“

Am nächsten Abend erreichten die Einschaltquoten einen absoluten Höhepunkt und vor dem Studio versammelten sich Hunderte von Fans, um auf die Ankunft ihres Idols zu warten. Und während Paddy Kelly draußen vor dem Studio Autogramme gab, begann der Moderator mit wichtiger Stimme das letzte Kapitel des Tagebuches zu lesen:

„Heute ist das passiert, vor dem ich mich immer gefürchtet habe. Ich ahnte, ja ich wusste, dass es passieren würde, aber ich wollte es nicht wahrhaben, ich redete mir ein, mich unter Kontrolle zu haben, und jetzt habe ich alles verloren, was mir wichtig war, was ich geliebt habe: Diesen Jungen, der mich mehr faszinierte als jeder Mann zuvor, der mir zeigte, was wahre Freundschaft ist. Er hat immer zu mir gehalten, wenn ich Auseinandersetzungen mit seinem Vater hatte, wie konnte ich ihm das nur antun?“

„Sind Sie genauso gespannt wie ich, was wirklich passiert ist zwischen Paddy Kelly und seinem Leibwächter? Sie werden es erfahren, in wenigen Minuten werden Sie es erfahren. Also bleiben Sie dran, wir sehen uns nach der Werbung!“ In den kleinen Schweinsaugen des Moderators leuchtete die Sensationsgier. Er genoss die Macht, die er nun über seine Zuschauer hatte, über seine Zuschauer und über Paddy Kelly, der in wenigen Minuten das Studio betreten würde.

„Ich habe es ihm so oft gesagt in den letzten Wochen, ich habe ihn davor gewarnt, sie zu nahe an sich ran zu lassen, aber er ist so naiv, so gutgläubig, dass er mir einfach nicht geglaubt hat. Wie oft konnte ich sie nur mit Mühe davon abhalten, ihn an den Haaren zu reißen, ihn anzugrabschen mit ihren gierigen Händen, aber immer wieder geht er auf sie zu, hält er sich nicht an die Sicherheitsvorschriften. Ich hasse sie alle, diese geilen Mädchen, die nichts lieber täten als ihn in ihr Bett zu zerren! Und das Schlimmste ist: Wenn ich ehrlich zu mir selber bin, muss ich mir eingestehen, dass ich sie nur deshalb so sehr hasse, weil sie alle dasselbe wollen, das ich mir selber auch so sehr wünsche. Ich möchte ihn küssen, ihn berühren, jeden Zentimeter seiner jugendlich zarten Haut mit meinen Händen erforschen, ich möchte sein wunderschönes Gesicht mit meinen Küssen bedecken. Er hat ja keine Ahnung, was er in mir auslöst, wenn er mich in seiner jugendlichen Unschuld umarmt, wenn er mir lächelnd in die Augen schaut. Die letzten Wochen waren fast mehr, als ich ertragen konnte, ich habe kaum geschlafen, musste immer nur an ihn denken. Ich habe mich so sehr gesehnt nach ihm, jeden Tag aufs Neue, und habe mich im selben Moment so sehr gefürchtet, ihn zu sehen, meine Angst, er könne bemerken, was ich für ihn fühle, ist stärker geworden mit jedem Tag, und heute ist es passiert.“

Die Kamera schwenkte von dem schmierigen Moderator zu der kleinen Studiotür, die sich jetzt leise öffnete. Während der Moderator weiterlas, beobachtete die Kamera jede noch so winzige Regung im Gesicht von Paddy Kelly, der leise das Studio betrat und unentschlossen stehen blieb. Der Moderator schien ihn gar nicht zu bemerken, viel zu vertieft war er in das Tagebuch.

„Wir waren im Studio bei den Aufnahmen für die neue Platte und es gab keine richtigen Sicherheitsvorkehrungen, es wurden keine Absperrungen aufgebaut. Das brauchten sie nicht, meinten die Sicherheitsleute, da würden sicher nicht so viele Fans kommen, und ich glaubte ihnen, ich hatte doch keine Ahnung, zu was diese jungen Dinger fähig waren. Paddy hatte gerade Pause, er saß in der Sonne vor dem Studio und aß ein Brötchen und ich ließ ihn nur einen Moment allein, weil ich dringend auf die Toilette musste. Und dann hörte ich sie kreischen, eine ganze Horde von ihnen rannte auf ihn zu und ich sah die Panik in seinem Gesicht, als ich den Gehweg vor dem Studio wieder betrat. Sie umringten ihn, griffen nach ihm und schrieen immerzu seinen Namen. Er wollte weglaufen, aber er konnte nicht und niemals werde ich den Ausdruck in seinen Augen vergessen, diesen Ausdruck von Hilflosigkeit und Nichtverstehen, was da um ihn herum vorging. „Bitte lasst mich durch“, hörte ich ihn flehen, aber sie wichen keinen Schritt zur Seite. Das war der Moment, in dem etwas in mir zerbrach, in dem ich nicht mehr klar denken konnte. Wie eine Furie stürzte ich mich auf die Mädchen, einige von ihnen fielen hin, ein paar weinten sogar, aber das war mir völlig egal, ich wollte ihm doch nur helfen, sein Vater hatte mich doch als seinen Beschützer engagiert.

Es gelang mir schließlich, ihn von ihnen wegzuziehen in den kleinen Vorraum des Studios. Er zitterte und klammerte sich an mich und unentwegt stammelte er etwas vor sich hin: „Warum tun sie das, Gérard, sag mir doch bitte, warum sie das tun?“ Sein Gesicht war tränenüberströmt und er sah so wunderschön aus in diesem Moment, sein Körper schmiegte sich an mich, und plötzlich wusste ich nicht mehr, was ich tat. Ich nahm sein Gesicht in meine Hände und begann ihn zu küssen und einen Moment lang hielt er ganz still, aber dann stieß er mich von sich weg und starrte mich an und ich wusste, dass ich ihn für immer verloren hatte. Meine Versuche, mich zu entschuldigen, machte alles nur noch schlimmer, wie sollte ein naiver 15jähriger Junge überhaupt verstehen, was da eben passiert war?“

Die Kamera erfasste jetzt Paddy Kellys Gesicht in Großaufnahme und jeder konnte sehen, wie erschüttert er war, leichenblass stand er da und hörte gebannt zu, was der Moderator vorlas, und jeder einzelne der vielen Zuschauer sah, wie ihm Tränen in die Augen stiegen, wie er sich verzweifelt um Fassung bemühte, unfähig, die wenigen Schritte zum Ausgang des Studios zu gehen.

„Ich sagte ihm, dass ich gehen werde, gleich morgen, dass er mich nie wieder zu sehen braucht, und er nickte nur stumm, sagte kein Wort, aber seine Augen sprachen Bände, nie werde ich den Ausdruck grenzenloser Enttäuschung vergessen, den ich darin sah. Ich werde kündigen, gleich morgen früh!“

„Meine Damen und Herren, ich denke, ich habe Ihnen nicht zu viel versprochen, als ich gesagt habe, wir werden Ihnen eine Sensation liefern.“ Der Moderator erhob sich und ging auf Paddy Kelly, der immer noch mit Tränen in den Augen dastand, zu. „Herr Kelly, ich freue mich, dass Sie Zeit für uns hatten. Setzen Sie sich doch!“ Paddy Kelly gab dem Moderator die Hand und ließ sich von ihm zu einem der blauen Ledersessel führen. Er sah aus, als bekäme er gar nicht mit, was um ihn herum vorginge, als sei er ganz weit weg, irgendwo in seiner Vergangenheit. „Herr Kelly, was sagen Sie dazu, dass Ihr Leibwächter sich Ihnen nicht nur in dieser Art und Weise genähert hat sondern jetzt auch noch sein Tagebuch verkauft hat? Was halten Sie von diesem Mann, der Ihr Vertrauen so schamlos ausgenutzt hat?“ Ganz langsam lief eine Träne Paddy Kellys Wange hinab. „Ich..., ich...“, seine Stimme zitterte und er brachte den Satz nicht zu Ende. In diesem Moment wurde die Tür zum Studio aufgerissen und ein großer, hünenhafter blonder Mann stürmte herein. „Du Schwein“, schrie er, „ihr Schweine, ich habe euch nie mein Tagebuch verkauft, ihr habt es mir gestohlen, einfach gestohlen!“. Seine Faust landete mitten im Gesicht des Moderators, Blut quoll ihm aus der Nase, während er nach den Securities rief, die auf den Hünen zuschossen. Und eine Kamera zeigte immer noch Paddy Kellys blasses Gesicht in Großaufnahme. „Paddy, bitte glaub mir, ich habe ihnen mein Tagebuch nicht verkauft, sie haben es mir gestohlen!“ Jeder im Saal, jeder Zuschauer zuhause konnte die Zärtlichkeit sehen, mit der der Hüne Paddy Kelly anblickte, sein eben noch von Zorn gezeichnetes Gesicht wurde ganz sanft, er sah aus wie ein kleines Kind, das nach Liebe bettelt.

Ganz langsam stand Paddy Kelly auf, Tränen liefen ihm über die Wangen, als er auf den großen blonden Mann zuging und ihn vorsichtig in seine Arme schloss, während der Moderator in seiner Sensationsgier die Securities davon abhielt, den Hünen aus dem Saal zu führen. „Es ist gut, Gérard, ich glaube dir. Du hast Fehler gemacht, aber ich weiß, dass du mir das niemals antun würdest.“ Seine Stimme wurde kalt: „Lass uns gehen, Gérard, wir haben hier nichts mehr zu suchen!“ Der Moderator saß mit blutiger Nase in seinem Ledersessel und lächelte sein schmieriges Lächeln. „Ich habe es Ihnen gesagt, meine Damen und Herren, Sie werden eine Sensation zu sehen bekommen. Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn es heißt: Private Ermittlungen – wir sagen Ihnen die schonungslose Wahrheit!“

Einen Tag später, am Flughafen von Köln:

Entspannt sitzen die beiden Männer in dem kleinen Flughafencafé, vor sich eine Tasse Kaffee. Der Ältere, ein Hüne mit blonden Haaren, lächelt dem Jüngeren zu und dieser fängt plötzlich an, laut zu lachen: „Gerard, dein Buch war einfach großartig, du solltest Schriftsteller werden. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte selbst ich dir deine Geschichte geglaubt, du hast wirklich Talent zum Schreiben. Du und schwul, das ist wohl das lächerlichste, was ich je gehört habe. Und wie du dem Moderator eine reingehauen hast, alle Achtung!“ „Du warst aber auch nicht schlecht, Kleiner!“, entgegnet der Hüne. „Deine Tränen wirkten so echt, einen Moment lang hatte ich Angst, du brichst jetzt gleich zusammen!“ Dann wird der ältere Mann ernst und sieht seinem jungen Freund einen Moment lang schweigend in die Augen. „War es richtig, was wir getan haben, Paddy? Ist es wirklich okay, deine Fans so zu belügen?“ Das Lächeln im Gesicht des jungen Mannes verschwindet. „Sie wollen es doch so haben, sie wollen belogen werden. Verstehst du, Gerard, mein Leben ist wie ein Film, in dem ich allein die Hauptrolle spiele, und ich habe verdammt lange gebraucht, das zu begreifen, aber irgendwann habe ich gelernt, damit umzugehen und die Medien für meine Zwecke zu benutzen, so wie sie es auch all die Jahre getan haben. Du kannst das Geld für dein angebliches Tagebuch mehr als gut gebrauchen und ich die Werbung für meine neue Platte auch. Nein, Gérard, wir haben nichts Schlechtes getan, wir haben ihnen nur das gegeben, was sie haben wollen!“ Sein Blick wird nachdenklich und ein bitterer Zug erscheint um seinen Mund. In dem Moment kommt ein junges Mädchen auf die beiden zu und fragt Paddy, ob sie ein Foto von ihm machen darf. Sofort verschwindet der gequälte Ausdruck aus seinem Gesicht und ein strahlendes Lächeln breitet sich darauf aus. Als das Mädchen wieder weg ist, schaut er seinen Freund ernst an und zuckt mit den Schultern. „Du lebst von ihnen, also lächle, wenn sie ein Foto von dir machen...“