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The wolf
by Uli (15.10.2002)
“Autsch”, erschrocken lässt Tanja das Messer fallen, als sie die dicken Blutstropfen sieht, die aus ihrem Finger quellen. „Verdammt, das hat mir gerade noch gefehlt. Gleich kommen die Gäste und ausgerechnet jetzt muss ich mich mit diesem blöden Messer schneiden!“ Sie wirft das Messer ins Spülbecken und läuft in Richtung Bad, um sich den blutigen Finger zu verbinden. Auf halbem Weg kommt ihr Joey entgegen, der gerade den kleinen Luke ins Bett gebracht hat. „So, er schläft wie ein Engel, jetzt kann die Party steigen“, sagt er fröhlich, aber dann sieht er das Blut an ihrem Finger. Fast erschrocken weicht er vor ihr zurück. „Hey, Joey, du bist ja ganz blass, das ist doch nur ein winziger Schnitt. Du wirst mir doch jetzt hoffentlich nicht zusammenklappen kurz vor deiner Geburtstagsfeier!“ Mühsam bringt er ein Lächeln zustande. Sie hat ja keine Ahnung. Zusammenklappen wegen ein paar Blutstropfen. Wenn es das nur wäre. Oh nein, es ist viel schlimmer, es ist so schlimm, dass er es ihr niemals erzählen kann. Es ist schon so lange her, dass er sich gar nicht mehr genau erinnern kann, wann es anfing, aber das Blut an Tanjas Finger lässt seine Erinnerung so lebendig werden, als sei es erst gestern passiert:
Er war mit Jimmy und ein paar Freunden auf dem Rummelplatz damals und schon als er an dem pechschwarzen Zigeunerwagen vorbei kam, hatte er das seltsame Gefühl, dass darin etwas auf ihn wartete. „Indira zeigt dir deine Zukunft und vielleicht noch mehr...“ stand in großen goldenen Lettern auf dem blutroten Holzschild, das über dem Eingang zum Wohnwagen befestigt war. „Komm schon, lass uns zur Achterbahn gehen“, Jimmy wollte seinen Bruder von dem Wohnwagen wegziehen, aber da war etwas, das ihn festzuhalten schien, eine Ahnung, ein Gefühl, Joey konnte es nicht definieren, aber er wusste, er musste in diesen Wohnwagen gehen, um herauszufinden, was ihn darin erwartete. „Geh schon voraus, Jimmy, ich komme später nach“, sagte er heiser, obwohl er tief in seinem Innern schon wusste, dass er nicht zur Achterbahn kommen würde, dass sich heute Nacht sein ganzes Leben für immer verändern würde. Jimmy und seine Freunde gingen weiter und Joey stand eine ganze Weile vor dem Wohnwagen, ohne sich auch nur zu bewegen. Es war schon spät und die Wahrsagerin empfing keine Besucher mehr, aber er hatte längst bemerkt, dass die schwarzen Vorhänge hinter dem kleinen Fenster zurückgezogen wurden, er wusste, dass sie ihn beobachtete und er wusste auch, dass es noch nicht zu spät war zu gehen, aber wollte er das wirklich? Wartete er nicht schon so lange darauf, dass es passierte, auch wenn er gar nicht wusste, was es sein würde? Er kam gut an bei den Mädchen und hatte schon mit vielen von ihnen geschlafen, es war so einfach, wenn man ein Star war, und die Mädchen taten alles, was er wollte, aber immer hatte er das Gefühl, dass etwas fehlte, dass es da noch etwas anderes geben musste, er trug eine tiefe, undefinierbare Sehnsucht in sich, die keines der Mädchen bisher hatte erfüllen können.
Mit langsamen Schritten ging Joey auf die kleine Treppe zu, die in den Wohnwagen führte, er hörte, wie das Türschloss sich knarrend öffnete und eine leise Stimme ihn aufforderte hereinzukommen. Noch einmal drehte er sich um und schaute nach Jimmy und den anderen Jungs, die sich in der langen Schlange vor der Achterbahn eingereiht hatten. Sein Kopf begann zu dröhnen, weil er plötzlich das Gefühl hatte, einen letzten Blick auf sein altes Leben zu werfen, auf ein Leben, das es nicht mehr geben würde, wenn er diesen Wohnwagen betrat. Aber die Sehnsucht, die er fühlte und von der er nicht wusste, wie sie gestillt werden konnte, war viel zu stark. Entschlossen stieg er die drei Stufen zum Wohnwagen hoch, trat ein und schloss die Tür hinter sich. Der Wohnwagen war groß, viel größer, als er von außen ausgesehen hatte, und Joey konnte niemanden sehen. Er stand ganz allein in dem Gang, von dem mehrere Türen in verschiedene Räume führten. Der Boden war mit blutrotem Teppich ausgelegt und die Wände waren schwarz gestrichen. Joey fühlte Angst in sich aufsteigen, aber viel stärker als diese Angst war das Gefühl von Erregung, das sich in seinem Körper ausbreitete. Mit jedem Schritt, den er auf dem schmalen Gang weiter ging, wurde ihm heißer, er zog seine Jacke aus und warf sie achtlos auf den Boden und dann betrat er den kleinen Raum am Ende des Ganges, aus dem dunkelrotes Licht schimmerte.
Es sah irgendwie unheimlich aus in diesem Zimmer, es war fast dunkel, nur eine kleine rote Lampe brannte und beleuchtete die große Glaskugel, die auf dem kleinen runden Tisch stand, der in der Mitte des Raumes aufgestellt war. Joey wagte nicht, die Frau anzublicken, die unbeweglich auf einem kleinen schwarzen Plüschsessel hinter dem Tisch saß, aber er spürte ihre Ausstrahlung mit jeder Faser seines Körpers. Minutenlang stand er einfach nur da und starrte die schwarze Wand und den roten Teppich an und dann hörte er sie mit ihrer rauchigen Stimme sagen: „Willst du dich nicht setzen?“ Er zuckte zusammen unter ihren Worten und setzte sich zögernd auf den zweiten Stuhl, der in dem kleinen Zimmer stand, aber noch immer wagte er es nicht, sie anzusehen. „Du willst, dass ich dir Zukunft zeige?“, hörte er sie fragen und plötzlich stand sie auf, ging um den Tisch herum und blieb direkt vor ihm stehen. Er fühlte ihre warmen Hände, die seinen Kopf anhoben, bis er gezwungen war, ihr ins Gesicht zu schauen. Pechschwarze Locken umrahmten ihr Gesicht und in ihren katzenhaften Augen sah er etwas, das ihm Angst machte und gleichzeitig sein Gefühl von Verlangen nach etwas, das er nicht kannte, noch steigerte. Er wusste, heute Nacht würde es passieren, heute Nacht würden sich all seine Sehnsüchte erfüllen, aber er wusste immer noch nicht, was es war, nach dem er sich so sehr sehnte.
„Oh nein, du willst gar nicht wissen, was dir die Zukunft bringt, du willst etwas ganz anderes, nicht wahr?“, flüsterte sie, während sich ihre Hände unter sein Hemd schoben. Sie zog ihn mit sich den Gang entlang und schob ihn in einen anderen Raum, auch hier waren alle Wände schwarz gestrichen und es brannten unzählige blutrote Kerzen, aber Joey nahm es gar nicht wahr, er sah nur das große Bett, das in der Mitte des Raumes stand und mit glänzenden schwarzen Laken bezogen war. Er konnte nicht mehr denken, sein ganzer Körper war ausgefüllt von diesem Verlangen, gegen das er sich nicht wehren konnte. Sie drängte ihn aufs Bett, leise Musik begann zu spielen und dann fing sie an, vor ihm zu tanzen, langsam und aufreizend bewegte sie sich und er schaute gebannt zu, wie sie ein Kleidungsstück nach dem anderen auszog, bis sie schließlich nackt vor ihm stand. Kleine silberne Ringe zierten ihre Brustwarzen und ihr Körper war mit zahlreichen erotischen Tätowierungen geschmückt. Joey wagte kaum, sich zu bewegen, regungslos lag er auf dem Bett und starrte wie hypnotisiert auf ihren schönen Körper und auf die sanft schimmernden Silberringe an ihren Brüsten. Als sie ihren Tanz beendet hatte, kam sie zum Bett und beugte sich über ihn und der süßliche Duft ihres Parfüms verstärkte sein Verlangen noch. Er wollte nach ihr greifen, aber sie drückte ihn aus Bett zurück. „Beweg dich nicht“, hörte er sie sagen und das fast animalische Leuchten ihrer grünen Augen erschreckte ihn. Instinktiv erkannte er, dass jetzt die letzte Möglichkeit war, einfach wegzulaufen, aber es war schon zu spät. Er stöhnte auf, als sie sein Hemd zerriss und ihre langen Fingernägel sich in seine Haut bohrten. Nur wenig später lag er nackt auf dem Bett und dann begann sie ihn zu küssen, wie ihn noch nie eine Frau geküsst hatte. Ihr Mund und ihre Hände schienen überall zu sein und immer wieder kratzte sie ihn mit ihren spitzen Fingernägeln und ohne dass er etwas dagegen tun konnte, verwandelte sich der Schmerz, den er fühlte, in ein Gefühl von Ekstase, wie er es nie zuvor gefühlt hatte. Er sah die Lust, die sich in ihrem Gesicht spiegelte, als sie sich über ihn setzte und begann, sich rhythmisch auf seinem Körper zu bewegen. „Küss mich“, flüsterte sie mit glasigen Augen, und er konnte ihr Zungenpiercing spüren, während ihre Zunge in seinem Mund spielte.
Als sie ihn biss, spürte er längst keinen Schmerz mehr, er schmeckte nur die warme, salzige Flüssigkeit, die sich in seinem Mund ausbreitete und dann fühlte er das, auf das er so lange gewartet hatte, ein unbeschreibliches Lustgefühl breitete sich in ihm aus und seine Schreie mischten sich mit den ihren. Völlig erschöpft schlief er ein und als er wieder aufwachte, saß sie vor dem Bett und betrachtete ihn mit einem eigentümlichen, fast triumphierenden Lächeln. „Ich wusste, es würde dir gefallen“, sagte sie leise und die Art und Weise, wie sie ihn anschaute und die Erinnerung an das, was geschehen war, ließ das Tier in ihm sofort wieder erwachen. Er zog sie zu sich aufs Bett und diesmal war er es, der jeden Zentimeter ihres Körpers küsste, seine Zunge spielte mit den Ringen an ihren Brustwarzen und als er sie leise stöhnen hörte, schaute er auf und sah in ihren Augen, was sie wollte. „Tu es, beiß mich“, flüsterte sie heiser und dann war es wie ein Rausch, aus dem er nie wieder erwachen wollte. Er fühlte, wie ihr warmes Blut seine Mundwinkel hinablief, er hörte sie aufstöhnen vor Schmerz und vor Lust und als sie ihn auf sich zog, als sich ihre Lippen zu einem blutigen Kuss fanden, spürte er wieder dieses Gefühl grenzenloser Lust und Ekstase in sich aufsteigen. Erst als er sich danach im Bad im Spiegel sah, wurde ihm bewusst, was er gerade getan hatte. Seine Augen leuchteten wie die eines wilden Tieres, sein Mund war blutverschmiert und sein ganzer Körper war von ihren langen Fingernägeln gezeichnet. Sie saß im Bett, als er ins Zimmer zurück kam, und schaute ihn auf eine Weise an, die ihm Angst machte. Die Bisswunden an ihren Brüsten bluteten immer noch und er wollte plötzlich nur noch weglaufen, weg von diesem Ort, zurück in seine Welt, aber eigentlich wusste er schon in diesem Moment, dass er das, was er mit ihr erlebt hatte, nie vergessen würde, dass er sie wieder spüren wollte, diese Mischung aus Schmerz und Lust. Sie beobachtete ihn, während er sich anzog, und als er ging, rief sie ihm etwas nach, das er nie vergessen sollte: „Es macht süchtig, du wirst es immer wieder brauchen, weil du nicht mehr ohne es leben kannst. Der Wolf in dir ist erwacht und er ist stärker als du!“ Er hielt sich die Ohren zu, er wollte es nicht hören, aber tief in seinem Innern wusste er, dass sie Recht hatte.
Er wollte nicht mehr zu ihr gehen, wollte vergessen, was geschehen war, aber jede Nacht träumte er von ihr und von dem, was er mit ihr getan hatte, und nur drei Tage später stand er mitten in der Nacht wieder vor ihrem Wohnwagen. Wie ein wildes Tier stürzte er sich auf sie und sie verbrachten die ganze Nacht in ihrem Rausch. Als er am nächsten Morgen ging, fühlte er nur noch Ekel gegen das, was er getan hatte. Es durfte nie wieder passieren, nie wieder! Als die Schausteller weiter zogen, hoffte er wirklich, er könne es vergessen, er könne einfach weiterleben wie bisher, aber es ging nicht. Er nahm sich ein Mädchen nach dem anderen, aber die Nächte mit ihnen brachten ihm keine Befriedigung, er trieb sich in einschlägigen Clubs herum, in denen er den Wolf in sich zumindest teilweise befriedigen konnte, und eines Tages geschah das, vor dem er sich am meisten fürchtete und nach dem er sich doch so sehr sehnte: In einer Bar lernte er ein Mädchen kennen und sie gab ihm deutlich zu verstehen, was sie von ihm wollte. Natürlich nahm er sie mit auf das Zimmer, das er sich in der Stadt angemietet hatte, um mit seinen Gespielinnen ungestört zu sein. Das Mädchen gefiel ihm, sie hatte lange schwarze Locken und leuchtende grüne Augen, aber natürlich hätte er wissen müssen, dass sie nicht die war, an die sie ihn erinnerte. Schon als sie ihm ihre warme Hand auf den Arm legte, fühlte er wieder diese Hitze in sich aufsteigen und ihm war klar, dass er sie wegschicken musste, aber er konnte es nicht. Und dann waren es die Silberringe, die er an ihren Brüsten sah, als sie sich ausgezogen hatte, die ihn zu dem trieben, was er tat. Sie schrie auf, als sich seine Zähne in ihre Brüste gruben, aber er war so sehr in seinem Rausch, dass er es gar nicht hörte. Er war längst nicht mehr er selbst, als er endlich wieder diesen Zustand grenzenloser Lust und Ekstase erreichte. Als er wieder zu sich kam, lag sie bewusstlos vor ihm und die Wunden, die ihren Körper bedeckten, sahen aus, als hätte ein wildes Tier sie angegriffen. Er rannte ins Bad, wischte sich das Blut aus dem Gesicht und von den Händen und tat dann das einzige, was ihm in seiner Verzweiflung einfiel: Er rief seinen Bruder Jimmy an und flehte ihn an, ihm zu helfen. Jimmy kam, aber er kam nicht allein, sein Vater begleitete ihn, längst hatten sie geahnt, dass etwas mit Joey nicht in Ordnung war, aber niemals hätten sie damit gerechnet, dass es so schlimm sein würde. Joey erfuhr nie, wie sein Vater es schaffte, ihn vor dem Gefängnis zu bewahren, und eigentlich wollte er es auch gar nicht wissen, fast wünschte er, sie hätten ihn weggesperrt und mit ihm den schrecklichen Wolf in seinem Innern. Noch am selben Tag brachten sie ihn nach Irland, wo er das nächste Jahr in einer Klinik verbrachte, in der alles getan wurde, um ihm zu helfen. Sie zeigten ihm eine wirkungsvolle Methode, das Tier in sich in Schach zu halten: das Laufen. Immer, wenn er die verräterische Hitze in sich aufsteigen spürte, ging er in den Wald und fing an zu laufen, immer weiter lief er, manchmal bis zur völligen Erschöpfung, und irgendwann ließ die Erregung nach und er spürte das Verlangen des Wolfes nicht mehr. Als er entlassen wurde, galt er als geheilt, aber er wusste es besser, er wusste, dass das Tier in ihm nicht tot war und dass es auch keine Möglichkeit gab, es zu töten.
Und dann, kurz nach seiner Rückkehr nach Deutschland, geschah das, was Joey auch heute noch als Wunder bezeichnet: Er verliebte sich, zum ersten Mal in seinem Leben liebte er eine Frau von ganzem Herzen und er schwor sich, das er nie, niemals weh tun würde. Es dauerte lange, bis er es wagte, sie zu küssen oder ihren Körper zu berühren, viel zu stark war seine Angst, dass es wieder passieren könnte. Schließlich war es Tanja, die ihn verführte, und was er dabei fühlte, war so schön, dass er danach weinend in ihren Armen lag. Mit leuchtenden Augen schaute sie ihn an und ihr Gesicht strahlte vor Liebe und Glück. In diesem Moment wusste er, das sie die Frau war, mit der er Kinder haben und mit der er den Rest seines Lebens verbringen wollte. Schon bald zogen sie zusammen und sie fragte nicht nach dem, was er getan hatte, bevor er sie kannte, und sie fragte auch nicht nach den Narben an seinem Körper. Als sein Sohn geboren wurde, war Joey der glücklichste Mensch auf der Welt, und immer öfter vergaß er seine Vergangenheit einfach, er vergaß den Wolf, der in ihm lauerte. Er lernte, sich den Momenten zu stellen, in denen er das verbotene Verlangen fühlte, er lernte, dagegen anzukämpfen und er wusste sehr genau, wie wertvoll jeder Sieg über den Wolf war und dass er sich keine, aber auch keine einzige Niederlage leisten konnte, weil er dann die Menschen verlieren würde, die er am meisten liebte. Und doch gab es immer wieder Momente, in denen die Versuchung, seinem Drang nachzugeben, geradezu übermächtig wurde, und noch immer konnte eine Kleinigkeit wie ein blutender Finger ihn völlig aus der Fassung bringen.
„Joey, ist alles okay?“, hört er Tanja fragen, als sie mit verbundenem Finger aus dem Bad zurück kommt, und erschrocken kehrt er aus seinen Gedanken in die Wirklichkeit zurück. „Ja, Liebling, alles klar“, murmelt er, „ich war nur in Gedanken.“ Aber waren es wirklich nur Gedanken? „Ich komme gleich, Tanja, ich ziehe mich nur noch schnell um.“ Er geht ins Schlafzimmer und holt einen frischen Pullover aus dem Schrank. Als er sich im Spiegel sieht, erschrickt er. Seine Augen sind blutunterlaufen und diese Sehnsucht nach dem, was nicht sein darf, leuchtet aus ihnen. Joey atmet tief durch. Nein, es wird nicht wieder passieren, nie wieder. Viel zu kostbar ist das, was er hat, seine Frau, sein Sohn, seine eigene kleine Familie. Mit festem Blick schaut er sein Spiegelbild an. „Nein! Du wirst mich nie wieder besiegen! Ich bin stärker als du!“ Erleichtert beobachtet er, wie sich seine Augen verändern, wie sie wieder ihre normale Farbe annehmen und das verräterische Leuchten in ihnen verschwindet. Wieder einmal hat er ihn besiegt, den Wolf, der tief in ihm lauert, aber er weiß nur zu gut, dass es noch nicht vorbei ist, dass es niemals vorbei sein wird, dass er immer bei ihm ist, der Wolf, und dass er nur darauf wartet auszubrechen...
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